Loh Rexe schwarz

Loh Rexe schwarz sind sehr selten anzutreffen, da  an Ihnen noch viel gearbeitet werden muss. Doch ich stelle mich der Herrausvorderung.

Zur Rasse:

 

Die Loh-Rexe sind eine relativ junge Rasse. Seit 1929 wurde erstmals von ihnen gesprochen, allerdings dauerte es bis zu ihrer Behauptung im Standard noch bis 1980.

 

Gewicht:

Das Normalgewicht liegt bei über 3,00 kg. Das Mindestgewicht wurde mit 2,35 kg, das Höchstgewicht mit 4,0 kg ausgewiesen.

 

Körperform und -bau:

Infolge der Kurzhaarigkeit treten die einzelnen Körpermerkmale schärfer in Erscheinung als bei den Normalhaarrassen. Darauf ist bei der Bewertung der Form Rücksicht zu nehmen. Vorder- und Hinterpartie sind möglichst breit und ausgeglichen. Die Rückenlinie verlauft eben mäßig, die Hinterpartie ist gut abgerundet, die Läufe sind gerade, mittellang und kräftig. Der Hals tritt kaum sichtbar in Erscheinung, der Kopf ist ein wenig länglich. Stirn- und Schnauzpartie sind breit, die Backen kräftig. Die Ohren werden straff aufgerichtet getragen, sie sind kräftig und fleischig und sollen im oberen Bereich eine gute Rundung aufweisen, also nicht spitz erscheinen. Die Blume wird anliegend und aufrecht getragen. In der Körperform und -bau kennen wir sehr schöne Vertreter dieses Farbenschlags sehen.

Betrachten wir die Position 3 Fell und Position 5 Rumpfzeichnung einmal zusammen:

Ein charakteristisches Merkmal dieser Rasse ist die Kurzhaarigkeit. Die Haarlänge sollte bei 17 bis 20 mm liegen und keine überstehenden Grannen haben, wodurch eine einheitliche Haardichte erzielt wird. Der Rexfaktor wird aus Unterwolle, Deck- und Grannenhaar gebildet. Diese drei Haararten sind für die Dichte und die Stabilität des Fells verantwortlich und bestimmen zugleich den Rexfaktor. Die Eigenart der Rexe verleiht dem Fell ein auffallendes Aussehen und eine Weichheit, wie sie keiner anderen Kaninchenrasse eigen ist. 
Problematischer sind die lohfarbigen Seitenspitzen, denn hier kämpfen wir gegen Naturgesetze. Ist beim Fell der Rexfaktor vorhanden, fehlen die lohfarbigen Seitenspitzen. Sind hingegen die Seitenspitzen vorhanden, dann stimmt wiederum der Rexfaktor nicht. In diesem Fall haben wir überstehende Grannen und ein raues, nicht senkrecht zum Haarboden stehendes Fell. Hier müsste der Standard entsprechend geändert werden, da nach den derzeitigen Regeln das Fehlen der Seitenspitzen als schwerer Fehler zu bewerten ist. Jeder Züchter weiß, dass dies mit dem Ausschluss des Tieres verbunden ist.

 

Kopfzeichnung:

Zur Kopfzeichnung gehören die Nasen- und die Kinnbackeneinfassungen, die Augenringe, die Ohren und die zwei Punkte am Ohrenansatz. Die Nasenlöcher sollten farblich scharf abgegrenzt und lohfarbig getönt sein. Schwach eingefasste Nasenlöcher, bei denen die geforderte scharfe Abgrenzung fehlt, gelten als leichte Fehler. Dia Kinnbacken sollten bis zum Genick eingefasst sein, eine schwache oder eine nicht bis zum Genick durchgehende Einfassung gilt als leichter Fehler. Fehlende Einfassungen der Kinnbacken gelten als schwerer Fehler. Lohfarbig Ohren mit zwei lohfarbigen Flecken am Ohrenansatz sind ebenfalls wichtige Merkmale dar Kopfzeichnung.
Die Augenringe sollten nicht zu breit und gut geschlossen sein. Als leichter Fehler wird die ungleichmäßige Augeneinfassung bewertet. Eine starke Unterbrechung eines Augenrings oder sogar beider Augenringe gilt als schwerer Fehler und kann zum Ausschluss der Bewertung führen.

 

Rumpfzeichnung:

Die lohfarbige Rumpfzeichnung sollte scharf abgegrenzt sein. Dazu gehört in erster Linie die breit angelegte lohfarbige Brustzeichnung, die unter dem Kinn beginnt und sich dann zwischen den Vorderläufen durchzieht und zur Bauchfarbe übergeht. Die Bauchlohe ist im Idealfall feurig und reicht bis auf den Haarboden. An den Seiten das Körpers sollte sich eine etwa zwei Zentimeter breite und scharf abgegrenzte lohfarbige Seiteneinfassung befinden. Die schon angesprochene Seitenspitzen sollten sich auf 2/3 der Rumpfhöhe am Körper entlang erstrecken.
Zur Rumpfzeichnung gehört weiterhin der kleine, braune Genickkeil, der keinesfalls übermäßig groß sein sollte. Die lohfarbige Zeichnungsfarbe bedeckt auch die Innenseite der Vorderläufe, während die Lohfarbe der Innenseite der Hinterläufe von der Deckfarbe scharf abgegrenzt ist. An den Vorderläufen treten die lohfarbigen Zehenpunkte deutlich abgegrenzt in Erscheinung. Die Blumenunterseite sollte cremefarbig bis lohfarbig sein. Eine rein weiße Blumenunterseite gilt als schwerer Fehler, welcher in der Position 5 zum Ausschuss führt.

 

Farbe:

Bei den Lohrexen sind die Farbenschläge Schwarz, Blau, Feh und Havanna anerkannt. Bei allen vier zugelassen Farbenschlägen wird eine reine, intensive und gut glänzende Decke verlangt. Sie darf nicht mit weißen oder anders farbigen Haaren durchsetzt sein.

 

Leichte Fehler

Allgemeine Form- und Fellfehler, dazu zählen melierte Schnauzpartie, unreiner Kopf, leicht durchsetzte Deckfarbe, weiße Spürhaare, nicht vollständig ausgeprägter Rextyp.

 

Schwere Fehler

Schwere Fehler führen zum Ausschuss des Tieres, insbesondere wenn die Deckfarbe stark mit weißen Haaren durchsetzt ist, weiße Büschel sichtbar in der Deck- oder Zeichnungsfarbe sind oder die Augenfarbe vom Standard abweicht. Ebenfalls sind Kahlstellen am Sprunggelenk als schwerer Fehler zu bewerten, wenn das Sprunggelenk bei ausgestrecktem Lauf nicht überdeckt wird.